Home
  • Diskussion
  • Turniere
  • Players 4 Players
    • Verein
    • Rangliste
    • Bilder
    • Videos
  • Infos
    • Überblick
    • Spielorte
    • Regeln
    • FAQs
    • Liga
    • Links
    • Bilder/Presse
    • Webseite
    • Kontakt/Impressum
  • Spielergalerie
Willkommen! Anmelden Ein neues Profil erzeugen
Forum > Tipps vom Profi > Thema

Erweiterte Suche

Tipps von Peter Vogele

geschrieben von reddevil7 
Forenliste Themenübersicht Neues Thema
reddevil7
Tipps von Peter Vogele
12. March 2010 11:33
Registrierungsdatum: 20 Jahre zuvor
Beiträge: 97
Stell hier nochmal das Thema rein, da es über die Suche-Funktion nicht mehr zu finden ist.

mein eigenes Spiel verbessern - wie?
geschrieben von: Peter Vogele (IP-Adresse bekannt)
Datum: 03. Juni 2007 15:41


Hallo Leute,

was ist es, was Tischfussball ausmacht? Unter vielen möglichen Antworten sticht eine ganz besonders hervor: das geschickte Lotsen und Navigieren eines kleinen Balles durch gegnerische Reihen hindurch bis zur Vollendung ins Tor. Das ist es, was uns zu Beginn so fasziniert und später dann auch der Antrieb dafür ist, nach Perfektion in dieser Sache zu streben; gepaart mit Kampfgeist die Macht zu haben, das Spiel und damit auch den Gegenüber zu kontrollieren; über Disziplin, mitunter auch Spielwitz, und Ausdauer nicht nur den Gegenüber, nein auch sich selbst zu beherrschen; vielleicht einen Sieg errungen zu haben und das anerkennde Lob der anderen. Erfolg zu haben wirkt wie eine Droge und kann zur Sucht werden.

Nun hat nicht jeder den gleichen Ehrgeiz in dieser Sache. Das ist auch ok so. Wer dennoch im Tischfussball Erfolg haben will, der bedarf des ständigen Ehrgeizes, besser werden zu wollen. Ein jeder von euch kann die Erfolgsleiter hoch klettern; ob eine oder mehrere Stufen entscheidet ihr selbst anhand eurer selbst aufgelegten Zielen. Doch es muß euch bewußt sein: Der Weg nach oben ist hart; oben zu bleiben ist noch härter. Und - ihr jagt hier einem Ideal nach, was euch im sonstigen Leben nich allzuviel bringt; doch Tischfussball ist ein schönes Hobby, was man auch ein Lebenlang spielen kann.

Nun, was benötigt ihr um besser zu werden? Zeit, Disziplin, Ausdauer, Beherrschung, Mut zur Veränderung, Vorbilder, Spielpraxis, Wettkampf, Beobachtungsgabe, Reflexe, Konzentration

Auf einige Attribute möchte ich speziell eingehen, doch nur ganz kurz.

Vorbilder - mein Tip, lernt nur von den Besten der Besten. Eine Spielart zu erlernen, wo schon zu erkennen ist, das nach oben Grenzen gesetzt sind, ist vergeudete Zeit.

Mut zur Veränderung - beharrt nicht zu lange auf einem falschen Schuss-Stil. Der Schuss-Stil sollte auf lange Sicht eine Aussicht auf Erfolg haben - bei jedermann. Überraschungsmäßig kann jeder Schuß einmal gelingen. Doch auf Dauer - mhh? Vergesst auch die Ausrede - der kennt mich zu gut. Das ist die beste Voraussetzung, um besser zu werden. Wenn ihr diese Nuss geknackt habt, dann habt ihr auch die Gewissheit, dass ihr ein Stück weit vorangekommen seid.

Um zu erkennen, ob euer Schuss von dauerhafter Wirkung ist, müsst ihr mehrere Stunden gegen den gleichen Gegner spielen. Der Gegner hat dann die Möglichkeit, euer Schusspotential kennen zu lernen und stellt sich dann darauf ein. Wenn ihr dann noch immer bei ihm trefft ist das super.

Disziplin - seid ehrlich zu euch selbst. Trainiert keine Schüsse aus dem Affekt heraus. Ich meine damit die 3-Sekunden-Schüsse. Zum Lernen mindestens beim Trainieren den Ball 7 bis 10 Sekunden halten und dann den Schuß ausüben. Außerdem - einen Schuss solange trainieren, bis er 10mal hintereinander zügig und flüssig in der angedachten Lücke landet. Lücke sollte anfangs ungefähr die Breite von eineinhalb Ballbreite haben. Und jedes Tor am Zählstand mitstellen, so dass ihr erkennt, bei welchem Zählerstand ihr nicht mehr trefft. Ich werdet bemerken, das z.B. beim fünften oder zehnten Schuß in Euch was vorgeht. Ihr werdet innerlich unruhig, der Schuss kommt plötzlich nicht mehr so entschlossen und vieles mehr. Im Turnier ähnelt das der Matchball-Situation.

Beobachten - wo immer ihr bei einem Spiel zuschaut, beobachtet die Spieler genau. Speziell die Spieler aus eurer Klasse, sie könnten eure nächsten Gegner sein. Achtet auf Auffälligkeiten bei der Körperhaltung, bei der Griffhaltung. Achtet darauf, was sein Hauptschuss ist und von welcher Position aus dieser Schuss kommt. Zählt in Gedanken die Sekunden mit, wann der finale Schuss kommt.

Beherrschung - versucht während des gesamten Matches nach außenhin keinerlei Regung zu zeigen; egal was passiert. Lasst euch nicht provozieren. Beherrscht euch. Nehmt diese Engerie der Provokation auf und verwandelt sie in verstärkte Konzentration. Denn der, der provoziert, zeigt die eigentliche Schwäche. Wenn ihr darauf eingeht, hat er schon gewonnen. Wenn mich einer beim Spielen provoziert, sage ich mir insgeheim "Danke". Damit wandle ich die negative Energie für mich um in eine positive Energie, was mich eher stärkt.

Reflexe - trainiert eure Reflexe. Viele Spiele gehen rein deshalb verloren, weil die eigenen Reflexe zu langsam sind. Das Umschalten von Sturm auf Abwehr oder umgekehrt, ist eminent wichtig. Alle Stangen nach oben - mit der linken Hand aus der Verteidiger-Reihe den Ball an die gegnerische Torbande knallen und entweder mit der rechten Hand über die Stürmerreihe oder mit der Fünferreihe den Ball fangen. Oder Goaliwar spielen - alleine. Den Ball mit der rechten Hand so gegen die Banden knallen, dass er nicht ins gegnerische Tor geht, sondern zurück kommt. Jetzt Aufpassen, dass der Ball a) nicht ins eigene Tor geht, b) dass der Ball in den eigenen Verteidigerreihen festgehalten und gesichert bleibt oder dass er beim zurückkommen auf die eigenen Pupen sofort weggeschlagen wird.

Konzentration - bekommt ihr nur, wenn ihr genügend Ausdauer, sprich auch genügend Kondition habt.

So, ihr seht, viele Vorauassetzungen für gutes Tischfussballspielen könnt ihr nur selbst erlernen. Einiges kommt alleine durch die Spielpraxis mit besseren Spielern.

Ich mach jetzt mal an dieserStelle Schluss, sonst wird das ja noch ellenlang.

Wünsche euch viel Erfolg

Gruß, Peter Vogele
Antworten Zitieren
reddevil7
Re: Tipps von Peter Vogele
12. March 2010 11:34
Registrierungsdatum: 20 Jahre zuvor
Beiträge: 97
Tipps die II.

ein guter Spieler werden
geschrieben von: Peter Vogele (IP-Adresse bekannt)
Datum: 10. Juni 2007 21:06


Was macht einen guten Tischfussball-Spieler aus?

Ist der ein guter Spieler, der vielerlei verschiedene Schüsse kann? Ist ein guter Spieler, welcher viele Tricks auf Lager hat? Oder ist der ein guter Spieler, der eine menge Erfahrung aufgrund seiner langen Spielzeit hat? Oder ist ein guter Spieler, der mit seiner neuen Spielart überrascht? Vielleicht ist aber der ein guter Spieler, der das schrägste Outfit hat.

Keiner von diesen Spielern ist ein guter Spieler !!!! Auch wenn sie damit Spiele gewinnen; doch bei den ganz großen Matches bleiben sie dann jämmerlich auf der Strecke.

Es ist nämlich keine Kunst aufgrund einer Überlegenheit an Schüssen, Tricks oder Erfahrung zu gewinnen. Wenn jedoch jemand aus seiner vorhandenen Vielfalt nur drei Schüsse anwendet und trotzdem gewinnt, kann von einen „guten Spieler“ gesprochen werden.

Warum? Weil diese Herangehensweise in ein Spiel mit sich bringt, dass der Spieler mit Auge, Beständigkeit und Cleverness sein Spiel effektiv, konsequent, cool und konzentriert nach Hause gebracht hat.

Was will ich damit sagen? Um ein guter Spieler zu werden, braucht ihr keine drei verschiedene Schuss-Stile. Lernt einen Schuss-Stil richtig und abwechslungsreich. Abwechslungsreich – darauf kommt es an. Wenn ihr den Ablauf eines z.B. „Rechtslang-Schusses gelernt habt und diesen dann auch blind beherrscht, ist die nächste Aufgabe, diesen „Rechtslang“ auszubauen; also diesen „Rechtslang“ auf mehrere Variationen, das heißt, in verschiedenen Bewegungsabläufen zu trainieren. Das könnten da sein, z.B. den Schuss aus dem Stand, aus der Bewegung, den gleichen Schuss aus der spitzen und ebenfalls aus einer vollen Ballposition spielend, den Ball aus der Luft mitnehmen (ich meine damit – Puppe auf den Ball, Puppe kurz anheben und anschließend abreißen). Und all diese Schussvarianten dann auch noch in verschiedenen Zeitintervallen geschossen; ein Gegner kann da nur sehr schwer einen Ansatz erkennen. Damit könnt ihr ein ganzes Spiel nur mit „Rechtslang“ schießen und gewinnen.

Wenn ihr auf Turnieren nach einem Spiel hört „der hat nur rechtslang geschossen und nur einmal in die Mitte“ oder so ähnliches, dann wisst ihr jetzt, warum er das machen konnte. Dieser Spieler hat es beherrscht, diesen einen Schuss im Bewegungs- und Zeitablauf so zu variieren, dass der Gegner wenig Chancen hatte, sich darauf einzustellen.

Alle Topspieler der Welt benutzen im ernsthaften Wettkamp nur einen Schuss-Stil und davon nur ihre zwei bis drei stärksten Schüsse; obwohl sie wesentlich mehr können.

Das hat was damit zu tun, das gute Spieler versuchen, in einen Spielfluss zu kommen. Über den Spielfluss gelangt man in eine Art Tunnel. Da stört einem ringsherum gar nichts mehr. Nichts kann einen ablenken. Im Tunnel entwickelt sich der sogenannte Spielrausch. Ist man dort angelangt, kann einem keiner mehr was antun. Du kannst nur noch gewinnen; egal was passiert. Das ist ein super Gefühl. In solch einem Gefühl passiert es dann, dass jemand elf Matchbälle hält oder ein sicher verloren geglaubtes Spiel aus schier aussichtsloser Situation noch herumreißt.

Im Spielfluss den Schuss-Stil zu ändern, hat zur Floge, man braucht zu lange, um dort wieder hinein zu kommen. Oft ist bis dahin dann das Spiel verloren gegangen. Bei gleichstarken Gegnern kommt es einzig und allein darauf an, wer es zuerst schafft, in den Spielfluss des anderen einzubrechen, dessen Spielfluss zu stören und trotzdem seinen eigenen Spielfluss beizubehalten. Wer das zuerst schafft gewinnt das Spiel.

Hingegen wenn Spieler nach dem dritten oder fünften Schuss den Schuss-Stil ändern, sagt das einem guten Beobachter „aha, der da drüben hat scheinbar Schwächen“. Damit baut ihr nur unnötig euren Gegner auf.

Ein weiterer Meilenstein zu einem „guten Spieler“ ist: Fehler vermeiden und die „Big Points machen!!!!

Eigene Fehler peinlichst zu vermeiden – das muss die dauerhafte Maxime bei jedem Spiel sein. Das ist die eine Sache. Die andere - auf Fehler vom Gegner zu warten; ja sogar ihn zu Fehlern zu zwingen und diese dann auch zu bestrafen; was heißt „des Gegners Fehler konsequent in „Big Points“ umzuwandeln. Damit demoralisiert ihr den Gegner und zwingt ihn Schritt für Schritt in die Knie zwingen.

Einen Fehler erzwungen zu haben und ihn dann in einen Big Point umzusetzen, bedarf einer blitzartigen erhöhten Konzentration. In solchen Fällen ist es von erheblichen Vorteil, wenn ich vorher im gesamten Spiel selber einen Spielaufbau hatte; so dass ich schon weiß, was ich machen muss, dass dieser ganz spezielle Ball zum Big Point für mich wird.

Welche Logik steckt nun hinter „Fehler vermeiden“? Ganz simpel: effektives Spiel, einfaches Spiel, kein erhöhtes Risikospiel - und diese Dinge dann auch konsequent Spiel für Spiel und Match für Match umzusetzen.

Was glaubt ihr, wie viel Fehler könnt ihr euch pro Spiel erlauben und dieses trotzdem noch zu gewinnen? Ich sage, ein bis zwei max. drei Fehler pro Spiel. Bei Spielen von Spitzenleuten machen die im ganzen Match vielleicht ein bis zwei Fehler und verlieren genau wegen diesen dann auch das Match.

Wie schnell sind in einem Spiel drei Fehler passiert? Einen Ball im Sturm verschossen, einen Ball an der Fünfer nicht durchbekommen und mit einem Ball beim Gegner hängen geblieben, beim Versuch von hinten ein Tor zu machen. Einzeln gesehen ist das nicht besonders viel, „einen Ball an der Fünfer nicht durch bekommen zu haben“. Doch in der Summe ist das in einem durchschnittlichen Spielverlauf der Verlust des Spieles.

Und – einen Fehler vermeiden kostet wesentlich weniger Energie, als einen Fehler wieder auszumerzen. Das bedeutet gleich wieder „ackern, arbeiten, schwitzen“.

Deshalb mein Rat:

Lernt,

a) ein effektives Spiel aufzuziehen, das einfache Spiel zu bevorzugen und damit erhöhtes Risiko zu vermeiden;

und b) dieses effektive und einfache Spiel konsequent durch zu spielen. Viele Spiele gehen allein deshalb verloren, weil der Spieler nicht konsequent bei seinem Spiel bleibt. Aus irgendwelchen unerklärlichen Gründen endet er plötzlich sein Spiel Zum Beispiel beim Einzel das Spiel von hinten raus: wenn ich doch gut und sicher von Zwei auf Fünf spielen kann, warum soll ich plötzlich mein Spiel ändern und meinen, meine Tore von hinten schießen zu müssen. Dafür ist das Risiko einfach zu groß, den Ball beim Gegner abzugeben.

Ich hörte Spieler antworten „ das ist doch langweilig, immer das selbe zu machen“. Ist es gar nicht, weil ich weiß, dass ich damit den Gegner zermürbe, ihn enorm unter Druck setze und ihn damit zu Fehlern zwingen kann.

Das gleiche gilt im Doppel. Es ist viel klüger, einen gehaltenen Ball als Pass nach vorne zu geben oder einen effektiven Geradeaus-Kurbler zu machen, als seinem eigenen Tordrang freien Lauf zu lassen. Ein gelungener Pass verhilft einmal dazu, schon gemachte Fehler zu kompensieren und auf der anderen Seite sich Vorteile zu verschaffen.

Bei den großen Toren gibt es doch kaum was zu halten. Deshalb ist es für die Verteidigerreihen kaum möglich, in das Spiel einzugreifen. Und diesen einen Ball, den ich glücklicherweise gehalten habe, den spiele ich jetzt geradezu wieder dem Gegner in die Reihen? Dass das absolut leichtfertig ist, ist noch gelinde ausgedrückt.

Dazu mein Tipp:

im Doppel - lernt, trainiert und spielt vermehrt Pässe von hinten heraus. Ebenso trainiert die einfachen, geraden Schüsse von hinten heraus. Ein Bandenschuss ist zwar aufsehenerregend, verbirgt er doch ein enormes Risiko. Außerdem eröffnet ihr euch mit einem gelungenen Pass viel mehr Möglichkeiten im Spielaufbau zu einem finalen Torschuss.

Im Einzel – trainiert den Pass von Zwei auf Fünf und bleibt konsequent bei dieser Spielweise. Später, wenn ihr das richtig gut beherrscht, könnt ihr dann daraus auch mal einen gekonnten Überraschungsschuss auf die gegnerischen Verteidigerpuppen ausführen. Dort prallt er ab und wenn ihr schnell genug umschaltet, habt ihr ihn auf der Dreierreihe. Jetzt nur noch reinhauen und fertig.

So, bis hierher und nicht weiter. Bleibt mit Spaß an der Sache dran, dann wird das schon was mit dem „guten Spieler“. In diesem Sinne

Gruß, Peter Vogele
Antworten Zitieren
Neuere Themen Ältere Themen
Druckansicht RSS
In diesem Forum dürfen leider nur registrierte Teilnehmer schreiben.

Klicke hier, um Dich einzuloggen

This forum is powered by Phorum.